sattundfroh | Berlin Restaurant Review Blog

 

Der Kaffee kommt von den Square Mile Coffee Roasters aus London. Zwei Sorten stehen auf der Karte: einmal der Sweetshop (sehr fruchtig) mit zwei Drittel äthiopischen Yirgacheffe und einem Drittel kenianischen Kaffee und dann der Red Brick, ein Blend aus kolumbianischen und brasilianischen Kaffee. Bei einem Third Wave Coffee Shop (so wie diesem hier) werden meistens mehr Bohnen und weniger Wasser verwendet als bei klassischem Espresso (dort sind es 14-16g für 50ml fertigen Espresso, mehr dazu hier).

Mit Hilfe von Waagen bestimmt der Third Wave Barista das genaue Rezept. Oft werden zB 19 Gramm Kaffeemehl so kurz extrahiert, dass nur 35-40ml Espresso in der Tasse landen. Neben der oft helleren Röstung prägt auch diese Zubereitungsart den typisch fruchtig-sauren Geschmack. Bitterstoffe lösen sich vermehrt erst am Schluss des klassischen italienischen Espressobezugs und zu diesem Schluss kommt es dann gar nicht. Der kleine Schokuchen war mir viel zu fluffig, leicht und trocken, aber wer hippen Third Wave Kaffee trinken möchte, bekommt diesen hier aus guten, hell gerösteten Bohnen sorgfältig zubereitet.

Ben Rahim
Sophienstraße 7, 10178 Berlin
benrahim.de

 

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